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StadtgrünStudie

Mehr Grün, mehr Wirkung?

Quantität und Qualität von Stadtgrün im Kontext ökologischer, sozialer und ökonomischer Aspekte am Beispiel Berlin

Mira Leo02. Juli 20261 Min. Lesezeit
Satellitenbild zeigt den Hitzeinseleffekt in Berlin: 1:Gefühlte Temperatur in °C an einem windschwachen, wolkenlosen Sommertag nachmittags in Berlin und Umland
Satellitenbild zeigt den Hitzeinseleffekt in Berlin: 1:Gefühlte Temperatur in °C an einem windschwachen, wolkenlosen Sommertag nachmittags in Berlin und Umland

Zusammenfassung

Die Analyse zeigt, dass Stadtgrün einen erheblichen ökologischen, sozialen und ökonomischen Mehrwert erzeugt und in Berlin angesichts zunehmender Hitzeperioden, Starkregenereignisse und Verdichtung noch stärker an Bedeutung gewinnt. Das Ziel, bis 2040 über eine Million neue Bäume zu pflanzen, muss kritisch betrachtet werden, da der Erhalt alter Bäume ökologisch und ökonomisch wertvoller ist. Ohne eine systematische Entsiegelungs- und Flächenstrategie sowie ein integriertes Wasser- und Regenwassermanagement kann eine große Zahl neuer Bäume sogar die bestehenden Wasserprobleme verschärfen oder schlicht nicht überleben. Neupflanzungen sind keine Alternative zum Bestandschutz und kein Garant für ein zukunftsfähiges Stadtgrün.

Gemeinsam mit dem Institut für Stadtgrün unter der Leitung von Prof. Hartmut Balder haben wir bei TerraGreen kritisch untersucht, wie nachhaltig Projekte wie Eine Million Bäume für Berlin bis 2040 als Teil des Berliner Klimaanpassungsgesetz tatsächlich sind. Im Fokus stand die Frage, ob mehr Stadtgrün automatisch zu messbar positiven Effekten für Klima, Wirtschaft und menschlichem Wohlbefinden führt.

Stadtgrün Studie Berlin — Übersicht

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Quantität und Qualität von Stadtgrün im Kontext ökologischer, sozialer und ökonomischer Aspekte am Beispiel Berlin
Quantität und Qualität von Stadtgrün im Kontext ökologischer, sozialer und ökonomischer Aspekte am Beispiel BerlinÜbersicht: Berlin plant eine Million neuer Bäume bis 2040 zu pflanzenAufschlüsselung: Stadtgrün agiert als urbane Kohlenstoffsenke, Schadstofffilter und „Klimaanlage" Vorteile von Bestandserhaltung: sofortige Ökosystemdienstleistungen, Zusammenhalt und IdentitätTempelhofer Feld: Bietet Lebensraum geschützter Offenlandarten wie der FeldlercheTempelhofer Feld:  etabliertes Stadtgrün ist ökologisch und sozial wertvollNeupflanzungen müssen unter Berücksichtigung der richtigen Art und Standortbedingungen erfolgenFazit: Berlin muss ausreichend Wurzelraum, funktionierende Bewässerung und den Erhalt der alten Bestände ermöglichenWeitere Links und Kontaktmöglichkeiten zur Stadtgrünstudie und TerraGreen

Bestand schützen oder neu pflanzen – was hilft der Stadt der Zukunft wirklich?

Vor dieser Frage analysiert die Studie ökologische, soziale und ökonomische Dimensionen von Stadtgrün in Berlin – vor dem Hintergrund des „Eine Million Bäume für Berlin bis 2040“ Projekts und am Beispiel des Tempelhofer Felds.

Die Studie beschließt: 

Neupflanzungen sind kein Ersatz für wirksamen Bestandsschutz. Ohne ausreichendes Wassermanagement, geeignete Flächen und Arten und entsprechende Pflege bleiben sie Symbolpolitik. Alte Bäume leisten heute, was junge in Jahrzehnten nicht erreichen.

Dazu kommt, dass ein Teil des Solarstroms aktuell nicht in das Stromsystem integriert werden kann, weil Netze überlastet sind und es an ausreichenden Speichern fehlt.


Die Studie wurde von TerraGreen in Kooperation mit Prof. Hartmut Balder (Institut für Stadtgrün) erstellt. Für TerraGreen sind Naturschutzfragen nicht nur fachlich relevant, sondern vor allem in der praktischen Umsetzung entscheidend. Wir begleiten Kommunen, Vorhabenträger und Planungsbüros dabei, Grünflächen nicht nur anzulegen, sondern langfristig wirksam zu gestalten.

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